Ein Paradies für 
Outdoor-Freaks
15.02.2010 - Ausgabe 1/2010 - von Mag. Christof Mergl
Am 47. Längengrad und 11. Breitengrad - genauer gesagt am Eingang des Ötztals - entsteht zur Zeit die „Area 47“, der größte und innovativste Outdoor-Park in Europa. Im Innsbrucker Hotel Penz präsentierten die Verantwortlichen ihre ambitionierten Pläne für das neue Mekka der Extremsportler, Abenteurer und Adrenalinjunkies.
Trendsportarten sind wie die immer breiter werdende Palette so genannter Outdoor-Aktivitäten Kinder des Zeitgeistes. In einem Sportland wie Tirol ganz besonders, obwohl gelegentlich von Seiten der Extremsportler wie leidenschaftlicher Randsportathleten Unkenrufe laut wurden, dass es ausgerechnet im vielgerühmten Herz der Alpen an attraktiven Zentren mit entsprechenden Trainingsmöglichkeiten fehlen würde. Die Realisierung eines derartigen Areals ist nicht einfach, präsentieren sich hier doch zwei sehr heterogene Fliegen, die es zu schlagen gilt: zum einen die breite Zielgruppe der abenteuerlustigen Outdoor-Begeisterten jedes Alters und zum anderen anspruchsvolle (Extrem-)Sportler, die ihren Wunsch nach einem infrastrukturell gut erschlossenen Trainingszentrum erfüllt sehen möchten.

Abenteuer im Großformat. Die ideale Klatsche präsentiert sich in Form des Area 47, jenes Outdoor-Parks, der momentan im vorderen Ötztal entsteht, konkret an der Einmündung der Ötztaler Ache in den Inn. Der aktuelle Baufortschritt lässt die angepeilte Eröffnung zu Pfingsten 2010 realistisch erscheinen. Auf einer Gesamtfläche von 66.000 Quadratmetern sollen neben einem Badesee inklusive Wasserrutschen Kletter- und Boulderwände, ein Hochseilgarten, Slackline-Tracks, Wasserrampen (für Freeski, Snowboard und Mountainbike) und eine große Konzert- bzw. Veranstaltungshalle entstehen. Zahlreiche weitere Aktivitäten wie Rafting, Canyoning oder Caving sollen ebenso neugierige Frischluftbegeisterte anlocken wie ein bis zu 27 Meter hoher Sprungturm am See. Integriert in das Konzept sind Unterkünfte im eigenwilligen „Outback“-Stilmix - neben Holz-Tipis laden auch Blockhäuser in Tiroler Optik zu einem urigen Entspannen nach einem aktiven Tag ein. Für das leibliche Wohl sorgen gleich zwei Restaurants, eines davon direkt am See (für den Hunger zwischendurch) und das im Westernstil errichtete „River-Haus“ auf der anderen Flussseite, das gehobene Eventgastronomie bieten wird.

Jedermanns Liebling? Die anvisierte Zielgruppe erscheint breit gefächert. Zum einen will man Familien ansprechen, bei denen der Kletterbegeisterte Vater die Kinder an der Wasserrutsche deponieren kann, während die Mutter ihr Slackline-Talent am See austestet. Zum anderen auch Firmen oder Vereine, die die gebotenen rustikalen Unterkunftsmöglichkeiten (für bis zu 300 Personen) fürs Incentive-Wochenende inklusive geführter Höhlentour nützen können. Der Wildnis-Charme der Behausungen verspricht Lagerfeuerromantik eben „dort wo der Wildbach rauscht“.
Nicht zu vergessen ist aber jene Gruppe von Extremsportlern, die die Area 47 zu ihrem internationalen Treffpunkt machen sollen. „Gerade Freestyle-Anfänger haben bisher in Tirol keine Möglichkeit vorgefunden, gefahrlos und noch dazu gut erreichbar zu trainieren“, meint etwa Freestyle-Legende Christian „Rio“ Rijavec anlässlich der Präsentation. „Hier finden sie wenige Meter von der Straße entfernt ein anspruchsvolles Trainingsgelände, wo sie gefahrlos Saltos üben können, da sie ja nur im Wasser landen.“ Richtig gehört, Area 47 liegt verkehrstechnisch ideal - die Bundesstraße verläuft genau darüber. Sie ist sogar maßgeblich in das Konzept integriert, verläuft doch der Hochseilgarten unterhalb der Brücke in knapp 30 Metern Höhe und auch die Kletterwand ist entlang eines Pfeilers errichtet.





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