15.02.2010 - Ausgabe 1/2010 - von
Seit der Wintersaison 2009/2010 tritt der Hausberg der Innsbrucker wieder unter dem Namen „Innsbrucker Nordkettenbahnen“ am Markt auf. Mit dem neuen alten Namen und einem komplett überarbeiteten Logo soll die Destination in den Zielmärkten noch stärker verankert werden.
Das Herz der Alpen, Innsbruck, kann mit etlichen Attraktionen international um potentielle Gäste buhlen. Neben dem touristischen Know-how, das in ganz Tirol von hoher Güte ist, hat die Landeshauptstadt aber auch das Glück, mit ihrem natürlichen Umfeld werben zu können. Welche europäische Landeshauptstadt kann schon damit beworben werden, dass die höchste Erhebung auf Gemeindegebiet in einer Höhe von rund 2.500 Metern liegt? Welche Landeshauptstadt kann schon damit beworben werden, dass man von ihrem Zentrum binnen einer Viertel Stunde per Bahn in ein Naturschutzgebiet hoch über der Stadt vordringen kann?
In Innsbruck ist das möglich. Das natürliche Umfeld bildet die Nordkette - eine Gebirgskette, die fast jeden Hintergrund von Panoramakarten der Landeshauptstadt bildet. Doch die Lage der Nordkette bringt auch mit sich, dass sie anders, als herkömmliche touristische Destinationen ist.
Klarer Sonderfall. Mehr als 80 Prozent der Gäste der Nordkettenbahn sind Tages- und Ausflugsgäste. Der Großteil des Geschäfts wird in den Sommermonaten gemacht. Konträr zu fast allen anderen mit einer Bergbahn zu erreichenden Destinationen Tirols, ist beispielsweise der Monat August der umsatzstärkste Monat der Nordkettenbahn. Diese Entwicklung, so Geschäftsführer Thomas Schroll, sei vor allem in den letzten Jahren durch Bemühungen in den Bereichen Marketing und Vertrieb in den nahen Herkunftsmärkten sowie Kooperationen mit heimischen Partnern verstärkt worden: „Die Kooperation mit Innsbruck Tourismus war besonders fruchtbar.“ Im Rahmen der Bearbeitung der touristischen Zielgruppen im Ausland aber auch im nahen Inland habe sich über die vergangenen Monate aber mehr und mehr herauskristallisiert, dass die Marke Nordpark zwar im Raum Innsbruck und hier vor allem bei den Jugendlichen sehr gut verankert, jedoch bereits in den Nachbarbezirken, geschweige denn in den externen Märkten, zuordenbar war. „Das war einer der Gründe, der uns bei der Rückbenennung der Destination auf ihren alten Namen bestärkt hat“, so
Schroll.
Notwendige Neuausrichtung. Zudem sei die Nordkette aber nicht nur touristisches Ausflugsziel, sondern auch eines der wichtigsten Naherholungsgebiete der Innsbrucker. „Die Nordkette ist ein Ort der Begegnung - einer Begegnung zwischen Gast und Einheimischen, zwischen Aktivsportler und Ruhesuchenden sowie zwischen Stammgästen und Tagesausflüglern. Die Nordkette ist also mehr als ein Park, in dem Jugendliche ihrem Sport frönen. Diesen Tatsachen mussten wir letztlich auch in der Namensgebung entsprechen“, so Schroll.
Dabei, so der Geschäftsführer, wurde sorgfältig vorgegangen: „Als vor einigen Jahren die Marke „Nordpark“ eingeführt wurde, war dies in Hinblick auf Unternehmensausrichtung und die angesprochenen Zielgruppen ein logischer und auch sehr guter Schritt. Mit dem Neubau und der damit einhergehenden Neuausrichtung der Bahnen hat sich aber die Stoßrichtung der Bahn vollkommen geändert.“
Um das lokale Publikum nicht vor den Kopf zu stoßen, wurde vor der Neugestaltung der Marke im Raum Innsbruck eine Umfrage gestartet, in der die Verankerung des Namens Nordpark noch einmal geprüft und die Akzeptanz gegenüber einer neuerlichen Namensänderung abgefragt wurde.
Doppelter Nutzen. Das neue Logo der Innsbrucker Nordkettenbahnen wurde schließlich nach langer Vorbereitung komplett überarbeitet und farblich an das Logo der Stadt Innsbruck sowie das Logo der Tirol Werbung angepasst. „Wir wollen auf den Zielmärkten geschlossen auftreten. Das erhöht bei allen drei Marken den Wieder-Erkennungswert. Speziell für die Stadt Innsbruck ist die Nordkette neben dem Goldenen Dachl der touristische Bezugspunkt, der in den Zielmärkten am stärksten wahrgenommen wird. Es lag also in unser aller Interesse sich auch marketingtechnisch anzunähern“, so Schroll.