15.02.2010 - Ausgabe 1/2010 - von Mag. Christof Mergl
Eine präzise Zeitmessung ist im Sport so wichtig wie das olympische Feuer für die Eröffnung der Spiele. Am Olymp der Zeitmessung ist Omega schon seit Dekaden heimisch, nun stellt sich die Uhrenmanufaktur auf ihre 24. Spiele ein - und erfreut ihre Anhänger mit zahlreichen Sondereditionen.
1848 gründete Louis Brandt in La Chaux-de-Fonds eine Uhrenmanufaktur, die unter seinem Namen die ersten Uhren fertigte. Spätestens ab 1894 wurde aber der Name Omega bekannt und prägend - zunächst als Bezeichnung für eine gleichnamige Taschenuhr. Omega stand als letzter Buchstabe des griechischen Alphabets Sinn gebend für die höchste Vollendung und der bereits damals große Erfolg dieser Taschenuhr begründete den weiteren Werdegang und den neuen Namen der heute weltbekannten Marke.
Im Weltraum zuhause. Schnell etablierte sich Omega im zukunftsträchtigen Segment der Sport-, Tauch- und Fliegeruhren. Seinen Durchbruch erlebte Omega aber mit den Olympischen Sommerspielen in Los Angeles 1932. Hier oblag der Schweizer Manufaktur die Zeitmessung sämtlicher olympischer Disziplinen und noch immer ist das Unternehmen offiziell für die Zeitnehmung bei Olympischen Spielen verantwortlich.
Daneben hat Omega aber auch eine enge Affinität zur Raumfahrt. Bis heute ist die Omega Speedmaster Professional - mit Handaufzug ausgestattet - die erste und einzige auf dem Mond getragene Uhr. Und auch im jungen 21. Jahrhundert bleibt die NASA der Omega Speedmaster Professional und ihrem Schwesternmodell, der X-33, treu.
Von den Stars getragen. Abgesehen von derart hohen Qualitätsauszeichnungen hat Omega auch im Lifestyle-Segment seine beeindruckende Chronik fortgeschrieben. Der allseits bekannte Hollywood-Geheimagent James Bond verließ sich ab dem Film „Goldeneye“ von 1995 auf seine Seamaster Professional 300. Im vorletzten Teil „Casino Royal“ war es schließlich eine Seamaster Planet Ocean, die Bond durch seine waghalsigen Abenteuer begleitete.
Omega kooperiert zudem mit Stars wie etwa Nicole Kidman, Cindy Crawford oder George Clooney, die als offizielle Omega-Ambassadors die Marke medienwirksam präsentieren.
Sondereditionen für Vancouver. Für die kommenden Winterspiele hat Omega außergewöhnliche Sondereditionen kreiert. Neben der Seamaster Diver 300m „Vancouver 2010“ Limited Edition gibt es eine komplette Kollektion mit Namen Olymic Timeless Kollektion, bestehend aus drei Damen und sieben Herren-Chronographen. Besonders begehrt dürfte die Omega Pocket Watch 1932 Kollektion werden, ihre Auflage beträgt nur 300 Stück. Aber der Reihe nach.
Die Seamaster Diver 300m wird in insgesamt 4.020 Exemplaren angefertigt - jeweils 2.010 Modelle mit 41 mm bzw. 36,25 mm Gehäusegröße. Dominante Farben sind weiß und rot: Ein weiß lackiertes Zifferblatt und rot eloxierte Lünettenringe sollen an die kanadische Flagge erinnern. Am Gehäuseboden haben sich das Logo und das Maskottchen der Spiele verewigt, „Ilanaak“, ein aus Steinen zusammengesetztes Männchen, dessen Name in der Sprache der kanadischen Inuit „Freund“ bedeutet. Und für einen wahren Freund von Omega spielt auch der Preis von 2.770 Euro für das begehrte Sammlerstück kaum eine Rolle.
Zeitloses Aussehen. In der Olympic Timeless Serie steht die Liebe zur präzisen Zeitmessung im Vordergrund des eleganten Designs. Besonders akzentuiert wird dabei die lange Verbundenheit des Hauses zu Olympia, zahlreiche Elemente wie etwa die arabischen Ziffern orientieren sich am Stil von 1932. Auffälliges Merkmal sind die olympischen Ringe, die das Gegengewicht zum Sekundenzeiger bilden - eine gelungene Reminiszenz an vergangene Zeiten. Zur Damenkollektion gehören die De Ville Ladies Co-Axial Chronograph, die Speedmaster Ladies Automatik und der Planet Ocean Ladies Chronograph.
Nicht minder gediegen zeigt sich die umfangreiche Herrenkollektion. Neben der Seamaster Aqua Terra, der Seamaster Planet Ocean und der De Ville 5-Counter auch die De Ville Chronoscope und drei Speedmaster-Modelle - 5-Counter, Date und Broad Arrow. Auch bei den Herrenmodellen spiegelt sich Nostalgie im Design wider. Im Inneren sind sämtliche Modelle natürlich mit modernster Technik ausgestattet.
Das Comeback der Taschenuhr. Besonderen Reiz verströmt allerdings die Sonderedition der Olympic Pocket Watch 1932. Diese Uhr erscheint in drei verschiedenen Varianten, nämlich in Gelb-, Weiß- und Rotgold - eine Anspielung an die Gold-, Silber- und Bronzemedaillen. Die geringe Zahl von jeweils 100 Exemplaren garantiert Exklusivität. Besonders extravagant ist der Rückgriff auf Komponenten, die unmontierten Originalbausätzen jener Chronographen entnommen wurden, die bei den Olympischen Spielen 1932 zum Einsatz kamen. Im Inneren schlägt das Hochleistungspräzisionsuhrwerk der Omega Kaliber 3889A, die moderne Taschenuhr ist zudem mit einem exklusiven 57 mm Email-Zifferblatt ausgestattet. Für die Wiedergeburt wurden sämtliche Ur-Bauteile natürlich aufwändig restauriert, die Vintage-Optik musste hier aber nicht imitiert werden. Das hat seinen Preis: Das exklusive Sammlerstück kostet 68.100 Euro. Für den gut betuchten Liebhaber ein wahres Schnäppchen.