Zoom-Zoom unter der Haube
15.10.2009 - Ausgabe 10/2009 - von Mag. Manuela Fritz
Rundum erneuert bringen die Ingenieure aus dem Land des Lächelns die zweite Generation ihres Kassenschlagers Mazda 3 auf den Markt. Und siehe, ihren Ruf, preiswerte und wenig kränkelnde Autos herzustellen, erweitern sie nun endgültig auf dynamisches Design gepaart mit sportlichem Fahrkomfort.
Dass dem erfolgreichsten aller Mazda Modelle eine zweite Generation folgt, war wohl nur eine Frage der Zeit. Nun, mit dem neuen Mazda 3, haben die Designer aus dem Land der aufgehenden Sonne zweifelsohne designtechnisch die Zeichen der Zeit erkannt und einen frechen und spritzigen Nachfolger für das bewährte Modell aus dem Jahre 2003 geschaffen.

Erste Eindrücke. Schon auf den ersten Blick springt einem die sportliche Optik des neuen Mazda 3 ins Auge. Mit seinem breiten, nach unten gezogenen Kühlergrill sowie mit den beiden seitlichen Lufteinlässen, in denen die Nebelscheinwerfer integriert sind, wurde die neue Generation einem gelungenen Facelifting unterzogen. Dem ersten (positiven) Eindruck folgt unvermeidlich der zweite – auch dem Interieur wurde eine Generalüberholung zuteil, die vor allem auf Fahrer- und Bedienerfreundlichkeit abzielt. So ist das Armaturenbrett leicht dem Fahrer zugewandt und die wichtigsten Elemente und Anzeigen sind klar und prägnant gestaltet. Über die Optik des mit Knöpfen und Hebeln be- bzw. überladenen Lenkrades lässt sich streiten – praktisch jedoch sind die integrierten Funktionen allemal.

Zoom-Zoom. Unser Test-Mazda 3 hört auf die viel versprechende Bezeichnung Sport 2.0i TX Plus. Ausgestattet mit satten 151 PS klingt der Mazda 3 ebenso sportlich, wie er sich fährt, mit seiner Schubkraft aus relativ geringer Drehzahl heraus geht er wahrlich ab wie eine Rakete. Das maximale Drehmoment beträgt bei 4.500 Umdrehungen stattliche 191 Nm, bei einem Hubraum von 1.999 ccm nicht verwunderlich. Die bei diesem Modell serienmäßige Sechs-Gang-Schaltung trägt ein Weiteres zum dynamischen Fahrspaß bei; auffallend sind dabei die gefälligen kurzen Wege beim Schalten. Mit einer Beschleunigung von 10,4 Sekunden von Null auf Hundert bewegt sich der neue Mazda 3 im guten Mittelfeld und beachtlich, wenn auch angesichts der Straßen- und Geschwindigkeitsbegrenzungslage schwer auszukosten, ist die 206 km/h Höchstgeschwindigkeit, die der spritzige Mazda auf die Straße bringt.
Vom Verbrauch her kann der Mazda 3 Sport 2.0i TX Plus mit 6,8 Liter auf 100 Kilometer durchaus mit seinen Klassenkollegen mithalten. Seit August verfügt dieses Modell serienmäßig über das neu entwickelte Start/Stopp i-System, mit dem Mazda in puncto Kraftstoffverbrauch und Umweltverträglichkeit ganz oben auf der Liste ökonomischer Fahrzeugtechnologie mitmischt.
Im Inneren ist vom leistungsstarken Motor kaum etwas zu hören, was hauptsächlich der optimierten Steifheit des Wagens zu verdanken ist, die Geräuschentwicklung und Vibration auf ein Minimum reduziert. Während also der Mazda 3 ruhig und geräuscharm vor sich hin summt, sind Gespräche in normaler Lautstärke durchaus möglich.

Gute Kurvenlage. Dem ersten Mazda 3-Modell wurde häufig eine hölzerne und trockene Federung nachgesagt, die Ingenieure haben diesbezüglich ihre Hausaufgaben ordentlich gemacht. Bei der neuen Generation wurden die Abstände der Stabilisatoren-Befestigung vergrößert, das Fahrwerk ist somit ausgesprochen straff, jedoch nicht unkomfortabel ausgelegt. Die leichtgängige Elektrohydraulik-Servolenkung vermittelt einen guten Kontakt zum Untergrund, wodurch der Genuss am sicheren und zügigen Passieren enger Kurven vollends auszukosten ist. Agil-dynamisch präsentiert sich das Handling des neuen Mazda 3, allerdings werden Querrillen und Unebenheiten in der Fahrbahn nicht immer gänzlich geschluckt – dem sportlichen Fahrspaß tut dies jedoch keinen Abbruch.

Maßeinheiten. Mit 4,46 Metern Länge und 1,75 Metern Breite entspricht der neue Mazda 3 im Wesentlichen seinem Vorgänger. Vergrößert hingegen hat sich das Kofferraumvolumen, das mit 340 Litern, bei umgelegter Rückbank (60:40) mit 1.360 Litern aufwarten kann. Relativ geräumig präsentiert sich auch der Innenraum, ein Ausflug zu fünft, bepackt mit sämtlichen Pick-nick-Utensilien, ist demnach gut machbar. Die japanischen Designer ließen es sich auch nicht nehmen, jedes nur verwertbare freie Plätzchen zu einer Ablage sprich Verstauungsmöglichkeit auszuarbeiten. Besonders die ungeahnten Tiefen im Handschuhfach verursachen einen Überraschungseffekt.

Sichere Ausstattung. Mit seinem umfassenden Sicherheitspaket deckt der neue Mazda 3 die gängigen hohen Ansprüche. Allein schon die Karosseriestruktur, für die neue Materialien eingesetzt wurden, sorgt für eine reduzierte Aufprallwirkung. Erwartungsgemäß sind Airbags über den gesamten Fahrgastraum verteilt. Weiters sorgt das Vierrad-Antiblockiersystem, die elektronische Bremskraftverteilung Electronic Brake-Force Distribution (EBD) sowie der Bremsassistent (EBA) für Fahrspaß in Verbindung mit Sicherheit, und mit dem Spurwechsel-Assistenten (RVM) ist selbst die Überwachung des toten Winkels kein Problem mehr. Serienmäßig auch mit dabei ist die Warnblinkautomatik (ESS), die bei einer Vollbremsung automatisch die Warnblinkanlage aktiviert.
Den aufstrebenden Ingenieuren aus dem Land des Lächelns ist mit dem neuen Mazda 3 eine optimale Kombination aus dynamischem Design, sportlich-ökonomischer Leistung und höchstem Sicherheitsstandard gelungen. Auch preislich gesehen kann sich der flotte Japaner durchaus sehen lassen – ab 16.990 Euro kann man den Einstiegsbenziner sein Eigen nennen. Unser spritziger Sport 2.0i TX Plus-Mazda ist ab 23.890 Euro zu haben, all inclusive­ der oben genannten Sicherheitsausstattung, Bose Surround-Sound-System mit zehn Lautsprechern und 6-fach CD-Wechsler, Bluetooth Kombi-Steuerungssystem für Handy und MP3-Player und einem Reifendruck Kontrollsystem.




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